Was ist die HRV und warum ist sie wichtig?
Die Herzratenvariabilität (HRV) misst die zeitlichen Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als ein zentraler Indikator für die Balance zwischen Sympathikus (Anspannung) und Parasympathikus (Erholung).
Eine hohe HRV zeigt, dass Körper und Geist gut regenerieren und stressresistent sind. Eine niedrige HRV kann auf chronische Belastung, Überforderung oder beginnende Erschöpfung hinweisen.
Hinweis: Wer seine HRV regelmäßig misst, erkennt frühzeitig Stressbelastungen und kann präventiv handeln.
Die 7 entscheidenden Faktoren zur Verbesserung der HRV
1. Atemübungen
Tiefe, kontrollierte Atemtechniken aktivieren den Parasympathikus, senken Cortisol und fördern Regeneration. Bereits 2–5 Minuten tägliches Atemtraining können die HRV spürbar erhöhen.
2. Bewegung & Sport
Moderates Ausdauertraining, Spaziergänge oder Yoga stärken das Herz-Kreislauf-System, verbessern die HRV und reduzieren Stresshormone.
3. Schlafqualität optimieren
Regelmäßige Schlafzeiten, Verdunkelung des Schlafzimmers und die Reduktion von Bildschirmlicht am Abendsteigern die HRV nachhaltig.
4. Pausen & Microbreaks
Kurze Pausen im Arbeitsalltag verhindern Überlastung. Schon 3–5 Minuten bewusstes Abschalten können die HRV verbessern.
5. Ernährung & Flüssigkeit
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Wasser und wenig Zucker oder Alkohol unterstützen die Regeneration des Nervensystems.
6. Achtsamkeit & Meditation
Tägliche Achtsamkeitsübungen oder Meditation fördern die parasympathische Aktivierung und steigern die HRV.
7. Stressmanagement & mentale Strategien
Kognitive Techniken, Priorisierung, Delegieren und klare Grenzen helfen, langfristig die HRV stabil zu halten.
Integration in den Alltag
Die Kombination dieser Faktoren muss nicht kompliziert sein. Kleine Routinen wie tägliche Mini-Pausen, kurze Atemübungen oder HRV-Messungen reichen, um die Effekte zu spüren. Wichtig ist: Konsistenz statt Perfektion.
Integration in die Arbeitswelt – LOR Mental Health Check-Up
Für Kanzleien, Beratungsunternehmen oder Teams bieten wir den LOR Mental Health Check-Up an:
HRV-Analyse: Messung der individuellen Herzratenvariabilität
Cortisol-Tagesprofil: Stresshormonbelastung erkennen
Praxisnahe Empfehlungen: Konkrete Maßnahmen für mehr Erholung und Leistungsfähigkeit
So können Unternehmen die gesundheitliche Belastung ihrer Teams erkennen und präventiv handeln.

Über die Autorin:
Ann-Katharin Lorenzen ist Psychologin (M.Sc.), Systemischer Coach und Expertin für mentale Gesundheit bei Anwälten, Steuerberatern und Führungskräften in Beratungsberufen – Menschen, die hohe Verantwortung tragen und wenig Raum für Schwäche haben. Als Gründerin von LOR Mental Health kombiniert sie psychologisches Fachwissen mit datenbasierten Ansätzen aus Sport- und Ernährungswissenschaften.
30.01.2026
HRV messen: Dein unsichtbares Frühwarnsystem für Stress und Burnout
Weiterlesen
27.01.2026
Innere Leere trotz Erfolg: Warum äußerer Glanz nicht erfüllt
Weiterlesen
20.01.2026
Mentale Gesundheit in der Steuerberatung: Warum Steuerberater besonders gefährdet sind – und was wirklich hilft
Weiterlesen



