Ann-Katharin Lorenzen erklärt, dass die anfängliche Begeisterung und der hohe innere Antrieb oft zu einer Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führen können, was das Risiko für Burnout erhöht. Sie verweist auf das Burnout-Modell von Herbert Freudenberger, das zwölf Phasen der Erschöpfung beschreibt, die sich erstaunlich präzise auf die emotionale Entwicklung während einer Gründung übertragen lassen.
Ein weiterer Aspekt, den Ann-Katharin Lorenzen anspricht, ist das sogenannte "Overcommitment" – die Tendenz, sich übermäßig zu engagieren und die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Sie betont, dass dieses Verhalten das Risiko für Burnout signifikant erhöht. Zudem fehlt häufig eine klare Trennung zwischen "Ich" und "Unternehmen", was die psychische Belastung zusätzlich verstärken kann.
Für Gründer:innen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen möchten, empfiehlt die Psychologin Ann-Katharin Lorenzen, frühzeitig Unterstützung zu suchen und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, um langfristig gesund und erfolgreich zu bleiben.
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Über die Autorin:
Ann-Katharin Lorenzen ist Psychologin (M.Sc.), Systemischer Coach und Expertin für mentale Gesundheit bei Anwälten, Steuerberatern und Führungskräften in Beratungsberufen – Menschen, die hohe Verantwortung tragen und wenig Raum für Schwäche haben. Als Gründerin von LOR Mental Health kombiniert sie psychologisches Fachwissen mit datenbasierten Ansätzen aus Sport- und Ernährungswissenschaften.
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