Podcast
Zwischen Quarter Life Crisis und Burnout
Immer mehr junge Erwachsene erleben die sogenannte Quarter Life Crisis – eine Phase, in der Leistungsdruck, gesellschaftliche Erwartungen und eigene Zweifel zusammenkommen. Oft ist sie begleitet von Erschöpfungssymptomen bis hin zum Burnout. Bei Max verdichten sich diese Dynamiken zu einer Frage der Identität: Wer bin ich ohne Jobtitel, Gehalt und Status?
Systemische Perspektiven und psychologische Modelle
Im Podcast wird Max’ Situation aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet:
Familiensystem und Gesellschaft: Welche unausgesprochenen Erwartungen prägen unser Handeln?
Innere Glaubenssätze und das Innere Team: Wie wirken Überzeugungen wie „Ich muss immer stark sein“ im Alltag?
Theorie der sozialen Zugehörigkeit (Roy Baumeister & Mark Leary): Warum Anerkennung durch andere für unser psychisches Wohlbefinden so zentral ist.
Transitionsmodell (William Bridges): Wie Veränderungen gelingen können, wenn man Übergänge bewusst gestaltet.
Praktische Methoden für den Umbruch
Die beiden Psychologinnen Ann-Katharin Lorenzen und Nathalie Starke zeigen, wie Aufstellungen mit Ist- und Soll-Zuständen, Übungen mit Post-its und die Arbeit mit systemischen Fragen helfen, Muster sichtbar zu machen und neue Perspektiven zu entwickeln. So wird deutlich: Eine Kündigung ist nicht nur ein Ende, sondern auch der Beginn einer Neuorientierung.
„Wer bin ich ohne meine Leistung?“ – eine Frage, die viele bewegt. Diese Podcastfolge lädt dazu ein, eigene Antworten zu finden und den Blick über die Arbeit hinaus zu weiten.
„Die Arbeit in uns“ – der Psychologie-Podcast mit echten Fällen aus der Arbeitswelt. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen, mittwochs, auf Spotify.

Literaturangaben:
Baumeister, R. F., & Leary, M. R. (1995). The need to belong: Desire for interpersonal attachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.
Bridges, W. (2004). Transitions: Making sense of life’s changes. Da Capo Press.
Bridges, W., & Bridges, S. (2016). Managing transitions: Making the most of change. Da Capo Lifelong Books.
Kuhl, J. (2001). Motivational and Volitional Competencies: The Functioning of Intuitive Behavior Control and Self-Regulation. In M. Boekaerts, P. Pintrich & M. Zeidner (Hrsg.), Handbook of Self-Regulation (S. 233–268). Academic Press.
Minuchin, S. (2002). Familientherapie: Grundlagen und Methoden. München: Ernst Reinhardt Verlag.
Satir, V. (2000). Das Familientherapiebuch. Stuttgart: Klett-Cotta.
Schulz von Thun, F. (1998). Miteinander reden 3: Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Über die Autorin:
Ann-Katharin Lorenzen ist Psychologin (M.Sc.), Systemischer Coach und Expertin für mentale Gesundheit bei Anwälten, Steuerberatern und Führungskräften in Beratungsberufen – Menschen, die hohe Verantwortung tragen und wenig Raum für Schwäche haben. Als Gründerin von LOR Mental Health kombiniert sie psychologisches Fachwissen mit datenbasierten Ansätzen aus Sport- und Ernährungswissenschaften.
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